Chronik

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Die Chronik der KAB St. Josef Isselburg e.V.

Diese Chronik wurde in mühevoller Arbeit von unserem langjährigen Mitglied Heinz Neulinger zum 100jährigen Bestehen der KAB im Jahre 1987 zusammengestellt.

Die KAB St. Josef Isselburg blickt im Jahre 1987 auf here ihr 100jähriges Bestehen zurück. Sie kann das mit berechtigtem Stolz tun. Es gab Höhen und Tiefen und es war eine bewegte Vergangenheit mit Kriegen und Nachkriegszeiten, mit allerlei Drangsalen und Verboten. Es hat sich viel geändert während der Zeit der Gründung bis jetzt. Das zeigt sich im materiellen und gesellschaftlichen Bereich gleichermaßen. Doch als Hauptziel der Jubiläums – KAB blieb während der vergangenen 10 Jahrzehnte die Einordnung des arbeitenden Menschen und seiner Familie in die Gesellschaft sowie das ständige Bemühen um die Humanisierung der Arbeitswelt. Die Isselburger KAB kann für sich in Anspruch nehmen, das gesellschaftliche Leben der von der Industrie geprägten Isselstadt entscheidend mitgeprägt zu haben.

Ein Jahrzehnt nach dem Tode des großen Bischofs Wilhelm Emmanuel Ketteler im Jahre 1887 gründete sich in Isselburg ein Arbeiterverein, der heutige Ortsverein der Katholischen Arbeiterbewegung. Das geschah unter dem zu jener Zeit in Isselburg wirkenden Pfarrer Dr. A. Lohmann. Wer von den Mitgliedern der Pfarrgemeinde St. Bartholomäus an der Gründung beteiligt war, ist nicht bekannt. Das Protokollbuch der Jubiläums-KAB wurde erst seit dem Oktober 1909 geführt. Die KAB kann aber für sich in Anspruch nehmen, neben dem Kirchenchor der älteste kirchliche Verein der früheren Stadt und dem heutigen Ortsteil Isselburg zu sein. Auf Bezirksebene war er der erste Arbeiterverein und bestand noch vor der Bildung des Diözesanverbandes. Der Isselburger Arbeiterverein hatte damals seine eigenen Statuten. Unter Pfarrer Huisgen gründete sich im Jahre 1893 ein Jünglingsverein sowie auch eine Marianische Kongregation. Beide waren dem jungen Arbeiterverein unterstellt.

Anhand des Protokollbuches, das die Isselburger KAB seit 1909 besitzt und das den Krieg sowie die schweren Kriegsschäden Isselburgs überstand, wurde über jede Versammlung Protokoll geführt, so daß sich die Weiterentwicklung des Ortsverbandes und die vielen Aktivitäten erkennen lassen. In knapper Form ist in dem Buch das Wesentliche, das während der Zusammenkünfte besprochen und beschlossen wurde, festgehalten. So ist im ersten Protokoll unter dem 9, November 1909 zu lesen, daß Herr F. Biermann einen Bericht über den Verlauf der Delegierteversammlung in Duisburg erstattete und der Präses den Vorschlag machte, eine Vereinssparkasse zu gründen.

Zurück zur weiteren Entwicklung des Arbeitervereins: Wie aus den Protokollen zu ersehen ist, wurden die Versammlungen vom jeweiligen Präses eröffnet. Er hielt dann auch meist einen Vortrag. Im Jahre 1910, so wird berichtet, trat der Arbeiterverein dem Volksbüro Empel bei. Im Protokollbuch findet sich aber über die Beweggründe sowie auch über die Aufgaben dieses Volksbüros keine informative Aussage. In dem Versammlungsbericht heißt es nur: „Es wird beschlossen, dass der Arbeiterverein mit einem Beitrag von 7,00 DM dem Volksbüro in Empel Beitritt. Die Mitglieder erhalten dadurch einen kostenlosen Beistand.

Nach einer Neugründung des Jünglingsvereins, die am 3. Oktober 19911 erfolgte, wurde zwei Monate später auch eine Jugendabteilung des Arbeitervereins gegründet. Wie bereits aufgeführt, gestaltete der Arbeiterverein auch das gesellschaftliche Leben in der Isselstadt nach besten Kräften mit. Dazu gehörte vor allem die Veranstaltung von Theateraufführungen. So ist in einem Zeitungsbericht vom Jahre 1911 zu lesen, dass der katholische Arbeiterverein während einer Weihnachtsfeier durch Schülerinnen der Mädchenoberklasse eine Theateraufführung veranstaltete und dann auch von eigenen Mitgliedern das Schauspiel „Wilhelm Tell“ aufführte. Immer wieder ist im Protokollbuch von Theaterveranstaltungen zu lesen. Sie fanden in der Zeit, in der es noch kein Fernsehen und Radio gab, immer ein dankbares Publikum.

Das erste Jubiläum

Im Jahre 1912 feierte der Verein sein 25jähriges Bestehen. Ein here Festkomitee mit Georg Pelzer, Heinrich Bonnes, Karl Wienand, Theodor Schaffeld und Johann Böing bereiteten das Fest vor. 10 Vereine des Bezirksverbandes beteiligten sich an dem Fest. Daß 54 Mitglieder für 25jährige Treue geehrt wurden, zeugt von der überzeugung der Ziele und Aufgaben der Gemeinschaft. Das Festprogramm sah morgens eine Hl. Messe mit Kommunion sowie in der Vereinsgaststätte ein Konzert mit der Ehrung der Jubilare vor. Am Nachmittag trafen die auswärtigen Vereine ein und es fand eine Festandacht mit Ansprachen statt. Drei Herolde zu Pferde führten den Festzug an. Beschlossen wurde dieses erste Jubiläum mit einer Festversammlung. Ansprachen, Gesangs- und Musikvorträge wechselten ab.

Es dürfte im Jahr des 100jährigen Bestehens interessant sein, die Namen der Jubilare zu lesen, die damals für 25jährige Mitgliedschaft geehrt wurden: Johann Evers, Bernhard Evers, Joseph Terwiel, Heinrich Schemkes, Theodor Schmänk, Anton Kortenhorn, Fritz Gofferje, van Bernum, Gerhard Schaffeld, Gerhard Eyting, Heinrich Stark, Johann Böing, Bernhard Schaffeld, Johann Termaat, Heinrich Demming, Gottfried Brandenburg, Johann Furtmann, Wilhelm Messing, Anton Kobs, Albert Bockting, Bernhard Schaffeld, Heinrich Kortenhorn, Georg Pelzer, Hermann Vennemann, Heinrich Nienhaus, Karl Hornemann, Johann Nienhaus, Theodor Bünk, Hermann Wissing, Paul Brandenburg, Anton Eul, Laurenz Gödden Bernhard Bollwerk, Heinrich Hülsender, Johann Büssink, Bernhard Ueffing, Theodor Borkes, Bernhard Löwenthal sen., Johann Böing, Theodor Hüls, Heinrich Bonnes, Karl Müller, Johann van der Linde, Theodor Farwick.

Die weiblichen Familienmitglieder hatten wenig von der Jubelfeier, wie es im Protokoll vermerkt ist. Doch sie sollten nicht leer ausgehen. Nachträglich fand eine Nachfeier des Jubelfestes statt, verbunden mit der Namenstagsfeier des Präses sowie des Vizepräses. Beide hießen mit Vornamen Paul. Zurück zur Jubiläumsveranstaltung: Zu Anfang eines größeren Zeitungsberichtes über den Festverlauf heißt es: „Vom herrlichen Wetter begünstigt und unter zahlreicher Beteiligung feierte gestern der Katholische Arbeiterverein Isselburg sein 25jähriges Stiftungsfest. Um die Feier würdig und schön zu gestalten, war schon vor Wochen ein aus Mitgliedern und Ehrenmitgliedern zusammengesetzter Festausschuß gebildet, der die notwendigen Vorarbeiten zu arrangieren und zu leiten hatte. Und es ist ihm gelungen, ein schönes, der Würde des Vereins entsprechendes Jubelfest zu veranstalten. Hell leuchtete die Sonne auf der Feststadt hernieder, die in herrlichem Girlanden-, Blüten und Flaggenschmuck prangte. Es war eine Freude zu sehen, wie die Arbeiter nach getaner, mühevoller Arbeit ihre Ruhestunden opferten, um der Stadt, namentlich den Straßen, durch die der Festzug sich bewegte, ein würdiges Festtagsgewand zu geben. Rühmend und dankbar muß anerkannt werden, daß auch viele evangelische Mitbürger mit wetteiferten, um die Straßen und Häuser zu schmücken. Und so war ein Stadtbild entstanden, das nichts zu wünschen übrig ließ: 8 Ehrenbogen, Dutzende von Girlanden mit Sinnsprüchen und mehr denn hundert Fahnen, Fähnchen und Wimpel flatterten lustig in den Feststraßen.“ In der Kaiserhalle, so berichtete die Zeitung, versammelten sich dann rund 800 Männer zur Festversammlung, die einen würdigen Verlauf nahm.

Ein Jahr nach dem Jubiläum löste sich die bis dahin bestandene Musikkapelle auf. Bestehen blieb das Trommler- und Pfeiferkorps des seit 2 Jahren bestehenden Jünglingsvereins.

Es war die letzte festliche Veranstaltung des Arbeitervereins vor dem ersten Weltkrieg, die auch in die öffentlichkeit ausstrahlte. Mit Beginn des Krieges erlosch jegliches gesellschaftliches Leben. Viele Männer des Vereins wurden einberufen und kehrten nicht mehr zurück. Die im Felde stehenden Mitglieder wurden von den Daheimgebliebenen nicht vergessen. Wie es im Bericht der Monatsversammlung am 11. Oktober 1914 heißt, wurde beschlossen, das Vereinsvermögen von 200 Mark zum Kauf von Liebesgaben für die Mitglieder, die sich im Felde befanden, zu verwenden. In der Versammlung am 8. November wird mitgeteilt, dass W. Kleingor, Mitglied der Jugendabteilung, gefallen sei. Es war der erste Gefallene aus den Reihen des Arbeitervereins. Viele sollten noch folgen. Die Sendung von Liebesgaben wurde auch in den kommenden Jahren fortgesetzt.

Die erste Versammlung nach Ende des Krieges fand am 9. Februar 1919 statt. Sie zeugte vom ungebrochenen Leben der Gemeinschaft. Der Vorstand blieb bis zum März 1920 im Amt. An diesem Tag wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand. Das Amt des Vorsitzenden übernahm der Handformer Hermann Tebeck. In das Vorstandsgremium wählte die Versammlung Mathias Helten Anton Tebeck, Theodor Hegmann und Gerhard Hegmann. Aus dem Vorstand schieden Bernard Wehren, Carl Mühlenkamp und Johann Evers aus. Sie boten, wie es im Protokollbuch geschrieben steht, den Mitgliedern ein Vorbild treuer Vereinsarbeit. Im gleichen Jahr spendeten die Mitglieder 200 Mark für die Anschaffung neuer Glocken.

Das weiterhin Theateraufführungen der KAB das gesellschaftliche Leben in Isselburg bereicherten, beweist die Anschaffung einer eigenen Bühne sowie einer Theke mit Ausschank im Saal August Nienhaus. Sie konnte auch von anderen Vereinen gegen Zahlung eines vereinbarten Betrages benutzt werden. Für die Instandhaltung der Bühne sorgt eine eigene Bühnenkommission. Im Oktober 1920 zählte der Arbeiterverein 95 Mitglieder. Nicht mitgezählt waren die über 70jährigen. Sie waren von einer Beitragszahlung befreit. Eine von den Mitgliedern begrüßte Entscheidung war die Gründung einer Sterbekasse. Von den Ereignissen der 20er-Jahre ist als wichtig zu erwähnen die Ernennung des Mitgliedes Bernhard Kreyenbrink zum Arbeitersekretär. Nach dem zweiten Weltkrieg war er viele Jahre Bürgermeister der Stadt Isselburg.
Beitrag: 60 Milliarden Mark

Wie der Bericht des damaligen Kassenwartes des Vereins während der Generalversammlung am 19. März 1923 zeigt, verfügte man über eine solide finanzielle Grundlage. Von den Einnahmen des zu Ende gegangenen Vereinsjahres in Höhe von 6585,40 Mark, blieben als überschuß 1870 Mark. Ein Jahr später mußte der arme Kassierer mit astronomischen Summen rechnen. Die Inflation war angebrochen. Da steht im Protokoll über die Versammlung am 27. Oktober 1923: „Festsetzung des Beitrages für Oktober“. Die Versammlung erklärte sich mit 20 Millionen Mark als Beitrag für den Monat Oktober einverstanden. Das Geld verfiel immer mehr. Im Monat November mußte die Versammlung eine neue Beitragssumme beschließen. Sie einigte sich auf 60 Milliarden Mark. Doch damit nicht genug.

Der Kassierer mußte mit noch höheren Summen rechnen. In der Dezember-Versammlung einigte man sich auf 100 Milliarden Mark, die jedes Mitglied als Beitrag zu zahlen hatte. Unschwer ist vorzustellen, mit welch astronomischen Summen sich der Kassierer herumschlagen mußte. Davon werden aber die Kinder nicht viel mitbekommen haben. Für sie wurde während der Weihnachtsfeier das Märchen „Dornröschen“ aufgeführt. Am meisten dürfte der Kassierer aufgeatmet haben, als wieder normale Verhältnisse eintraten und der Beitrag wieder 20 Pfennige betrug. Im Protokollbuch ist in der Eintragung zu lesen, daß die Versammlung die Durchführung eines Ausfluges mit Vogel- und Preisschießen beschloß und daß pro Schuß 20 Pfennig erhoben werden sollte. Für die Damen war ein Ballwerfen vorgesehen. Pro Wurf mußten 5 Pfennige auf den Tisch gelegt werden. Das Geld hatte wieder einen gewissen Wert erhalten.

In den folgenden Jahren finden sich im Protokollbuch die Eintragungen über die monatlichen Versammlungen mit Vorträgen sowie Weihnachtsfeiern und Theateraufführungen. Im Bericht über die Versammlung am 9, März 1930 aber ist zu lesen, daß sich eine Kolpinggruppe gründete: „Selbige schließt sich dem Arbeiterverein an und zahlt an Beiträgen 10 Pfennig an den Arbeiterverein, 45 Pfennige an die Zentrale und 15 Pfennige in die eigene Kasse.“ In den Vorstand der Kolpinggruppe wurden gewählt: Johann Helten, Franz Elting, Heinrich Lenverding, Bernhard Geldermann und Theodor Böing.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten war das Leben des Isselburger Katholischen Arbeitervereins, wie auch anderswo, ernstlich bedroht. Die Versammlungen standen unter der Kontrolle von SA-Männern. Am 28. April 1935 war es dann endgültig aus. An diesem Tag fand die letzte Versammlung statt. Der Verein wurde zwar von den Machthabern verboten, löste sich aber als einer der wenigen Vereine im Regierungsbezirk niemals auf. Im September 1935 wurde der Arbeitersekretär Josef Jakob, als er von einer KAB-Veranstaltung kam, von der SA verhaftet. Angeblich sollten sich in seinen Aufzeichnungen und Schriften staatsfeindliche Inhalte befunden haben. Diesen Vorgang benutzten die Machthaber auch, um die Arbeiterbewegung im Regierungsbezirk Münster zu verbieten. Am Buss- und Bettag des Jahres 1985 gedachte die KAB während einer Vorständekonferenz mit einem Bannerzug aus Anlaß der 50jährigen Wiederkehr des Verbotes der Arbeiterbewegung der Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft.

Ein neues Kapitel

Erst ein Jahr nach dem letzten Weltkriegsende, das auch aus den Reihen der Isselburger KAB viele Opfer forderte, begann ein neues Kapitel der Gemeinschaft. Am Christkönigsfest, am 27. Oktober 1946, scharte sich nach der Eintragung im Protokollbuch eine stattliche Zahl christlicherMänner um ihren Präses Pfarrer Jakob und bekundeten, daß der Arbeiterverein noch lebte. Die Zeit der Machthaber war vorbei. Nach einem einleitenden Wort des Präses und der Eintragung 32 neuer Mitglieder in das Vereinsregister, wählten die Mitglieder den Arbeitersekretär Bernhard Kreyenbrink zum 1. Vorsitzenden. Herman Böink wurde zum Stellvertreter gewählt. Wegen überlastung mit öffentlichen Aufgaben konnte Bernhard Kreyenbrink, der später zum Bürgermeister der Stadt Isselburg gewählt wurde, dieses Amt nicht lange ausführen. Karl Michelbrink wurde sein Nachfolger. Die weiteren Vorstandsmitglieder: Hermann Böink (2. Vorsitzender), Heinrich Dunkerbeck (Schriftführer), Bernhard Wehren (Kassierer), Bernhard üffing und Theodor Schaffeld (Beisitzer). Im Jahre 1947 löste Hermann Böink den Vorsitzenden Karl Michelbrink in seinem Amt ab.

Ein herausragender Meilenstein in der Geschichte der Jubiläums – KAB war 1952 die Feier zum 65jährigen Bestehen. Ein kurzer Rückblick auf das Festprogramm: Der damalige Diözesanpräses Wilhelm Wöste der im Jahre 1986 sein goldenes Priesterjubiläum feierte, hielt die Predigt während des Hochamtes. Im Saal Nienhaus fand eine Tagung der Werkmannschaften des Bezirks Rees statt. Auch ein Festzug stand auf dem Programm und während einer Kettelerfeier sprach Diözesansekretär MdB Winkelheide. Beim Familienabend wirkte der Arbeiterdichter Bartok aus Wesel mit.

Am 8. März 1961 verkündete während einer Versammlung der Vorsitzende Hermann Böink seinen Rücktritt als Vorsitzender. Bedingt wurde seine Entscheidung durch den Tod seiner Ehefrau und den dadurch verbundenen Umzug zu seinem Sohn nach Bocholt. Werner Peters übernahm den Vorsitz. Zum Schriftführer wurde Theodor Böink gewählt. Am 2. September 1962 war wieder ein Jubiläum fällig. 75 Jahre bestand die Isselburger KAB. Es war eine würdige Jubiläumsfeier mit richtungsweisenden Ansprachen und Auszeichnung von 34 Jubilaren. Für 50jährige Treue zur KAB wurden geehrt: Theodor Deckers, Wilhelm Konst, Wilhelm Steldermann, Hermann Schöttler, Laurenz Wehren, Gerhardt Heimann, Alois Hüing, Johann Böing, Karl Wolberg, Theodor Zimmermann, Johann van der Linde, Johann Bollwerk, Bernhard Wehren, Gerhard Hegmann und Wilhelm te Baay. Ehrung für 25jährige Vereinszugehörigkeit: Theodor Borkes, Theodor Böing, Josef Brandenburg, Heinrich Buil, Heinrich Bonnes, Wilhelm Eckes, Bernhard van Dreuten, Bernhard Hebing, Josef Heßling, Johann Köster, Theodor Kronenberg, Hermann Kamps, Johann Kreyenbrink, Josef Langner, Gerhard Schöttler, Franz Terhorst, Hermann Schaffeld, Wilhelm üffing und Willi Sommers.

Während der Generalversammlung am 6. März 1966 gab es mit Hermann Nehring einen neuen Vorsitzenden. Im gleichen Jahr konnte Bezirkssekretär Theo Hell, Jubilare der Isselburger KAB für 50jährige Treue ehren. Es waren Bernhard Hebing, Karl Peters und Johann Boland. Im selben Jahr gründete sich die CAJ neu. 15 Mitglieder konnten als Neuaufnahme verzeichnet werden, Werner Hebing leitete die Gruppe. Sein Stellvertreter und gleichzeitig Kassenwart war Günter Neuhaus. Leider löste sich die Gruppe nach drei Jahren schon wieder auf.Hermann Nehring leitete die KAB nicht lange. Im März 1967 wird Martin Fingerhut zum Vorsitzenden gewählt. Im April 1970 übernimmt Willi Sommers den Vorsitz. Sein Stellvertreter ist Wilhelm Honzelaer. 1976 übernimmt Werner Schwinning das Amt des Vorsitzenden, das er auch im Jubiläumsjahr noch ausübt. 1977 löst Norbert Kobs den bisherigen 2. Vorsitzenden Wilhelm Honzelaer ab. Dieses Amt hatte er bis 1985 inne. Dann übernahm Werner Hebing diesen Posten.

Gemeinschaft der Senioren

1967 war ein denkwürdiges Jahr für die Isselburger KAB. Im Oktober gründete sich die Alten- und Rentnergemeinschaft, der Bernhard Hebing bis zu seinem Tode im Jahre 1982 als Obmann vorstand. Ein Jahr vor seinem Ableben konnte er mit seiner Frau Katharina das seltene Fest der diamantenen Hochzeit feiern. Bernhard Hebing war schon seit der Gründung um ein gemütliches Beisammensein der älteren Menschen in froher Runde bemüht. Rund 60 Männer und Frauen beteiligten sich an der ersten Zusammenkunft, bei der die KAB die Grundlage für die Altenund Rentnergemeinschaft schuf. Die Hl. Messe, mit der die erste Veranstaltung eingeleitet wurde, zelebrierte der Invalidenpater Christopher van Vlieth (Haltern), anschließend war im Saal Nienhaus die Kaffeetafel gedeckt. Der Optimismus der Frauen, die sich für die Bedienung der Teilnehmer bereitgestellt hatten, war berechtigt. Sie hatten reichlich Kaffee gekocht und Brote aufgedeckt. Der Pater beleuchtete in seiner Ansprache die Probleme der älteren Menschen und die Teilnehmer sprachen sich lobend über die Veranstaltung aus. Der Anfang war gemacht. Was mit dieser ersten Zusammenkunft eingeleitet wurde, ist zu einer dauernden Einrichtung geworden. Auch heute noch werden die monatlichen Zusammenkünfte der älteren Menschen von vielen Mitgliedern besucht. über diese regelmäßigen Altennachmittage hinaus werden Kaffeefahrten, Betriebsbesichtigungen, Urlaubsreisen sowie eine Karnevalsfeier und eine Advents- und Weihnachtsfeier veranstaltet.

Im Jahr des 100jährigen Bestehens ist die Isselburger KAB besonders stolz darauf, daß diese Gemeinschaft der älteren Menschen schon 20 Jahre besteht und nichts an ihrer Anziehungskraft verloren hat. Nach dem Tode von Bernhard Hebing übernahmen die Eheleute Bernhard und Hedwig Zimmermann die Betreuung der älteren Mitglieder und führen auch noch zur Zeit diese Aufgabe in vorbildlicher Weise weiter.

In dieser Festschrift verdient besonders Hans Hebing, Sohn des oben erwähnten Ehepaares Hebing, ein Gedenken. Seit 1949 war er Mitglied der KAB, leitete von 1952 bis 1970 den Bezirksverband Moers und war von da an bis zu seinem Tode 1980 Diözesansekretär. Im Nachruf von Bernhard Winkelheide im Diözesanorgan der KAB im Bistum Münster „Wort und Tat“ heißt es unter anderem: „Hebing war ein Mann der Kirche. So stark Hebing Glaube und Kirche als tragende geistige Werte verstand, so sehr versuchte er in allen Institutionen der Gesellschaft die Grundwerte in die Organisation zu transferieren.“ Erwähnung fand in dem Nachruf auch die Tätigkeit von Hans Hebing im Bereich des Rechtsschutzes für ausländische Arbeitnehmer und die Gründung einer Werkmannschaft in Isselburg.

Neben seiner Tätigkeit als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Verbände in Münster war Hans Hebing auch Vorsitzender des Gesamtverbandes katholischer Arbeitnehmer in Münster, Mitglied des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, des ältestenrates der katholischen Verbände Deutschlands, des KAB-Bundesvorstandes und des Verbandsvorstandes der KAB Westdeutschlands. Darüber hinaus gehörte er auch lange Jahre dem Rat der Stadt Münster an.

Der 90. im bescheidenen Rahmen

Die Isselburger KAB feierte auch ihren 90. Geburtstag, allerdings im ganz bescheidenen Rahmen während eines Sommerfestes. Die größere Würdigung, so hieß es damals, sollte beim 100jährigen Jubiläum erfolgen. Gefeiert wurde in der Jubiläums-KAB auch ohne daß ein bestimmtes Jubiläum im Haus stand. Die Pflege der Geselligkeit ist dem Verein immer ein großes Anliegen gewesen. Das stärkt die Gemeinschaft und den Zusammenhalt und läßt die Mitglieder mit ihren Angehörigen einander näherkommen. Da sind vor allem die jährlichen Sommerfeste mit Vogelschießen und sonstigen Aktivitäten für jung und alt. Da sind aber auch die Tagesfahrten, bei denen die Probleme des Alltages ganz weit in den Hintergrund treten und das gesellige Miteinander in den Vordergrund tritt,

Geselligkeit großgeschrieben

Greifen wir doch einmal ein Sommerfest heraus. Da berichtet eine Zeitung vom 21. Juni 1984, daß eine große Beteiligung und prächtige Stimmung den Verlauf des Festes bestimmten und sich über 50 Männer am Vogelschießen beteiligten. Da gab es noch ein Wettbewerb im Nageleinschlagen und das Schätzen eines Bratwurst-Gewichtes. Die Kinder erfreuten sich bei allerlei Wettbewerben. Am Beispiel dieses Sommerfestes zeigt es sich, daß es ein Fest der gesamten Familie ist. Das ist auch der Sinn dieser Veranstaltungen. Ein Jahr später wurde beim Vogelschießen nicht mehr mit dem Luftgewehr, sondern mit einer neu angeschafften Armbrust auf den Vogel geschossen. Alle wollten dieses mittelalterliche Schießgerät ausprobieren. So gab es eine Rekordbeteiligung von 40 Schützen.

Vielseitiges Angebot

Wie bereits angeführt, ist es das vielseitige Angebot der KAB, das so viele Interessenten anzieht. Es muß breit gestreut sein und vielen Menschen etwas bieten. Das hat die Leitung der Jubiläums-Gemeinschaft erkannt. So ist die Angebotspalette sehr breit. Es umfaßt auch die Kommunalpolitik. Kommunale Probleme interessieren den Bürger. Er will darüber aber nicht nur in der Zeitung lesen, sondern mit ihnen konfrontiert werden und mit den Kommunalpolitikern, die die Weichen stellen, ins Gespräch kommen und mit ihnen diskutieren. So gehören Podiumsgespräche mit Kommunalpolitikern zum Jahresprogramm. Es waren bisher immer fruchtbare Gespräche, die große Resonanz fanden. Sie machten den Teilnehmern manche Entscheidungen des Stadtparlamentes verständlicher.

Es sind aber nicht nur die klassischen Veranstaltungen, mit denen die Isselburger KAB den Interessen ihrer Mitglieder Rechnung trägt. Werfen wir einen Blick in das Jahresprogramm 1986: Da gab es vor dem Sommerfest einen Tanzabend und auch eine Pättkesfahrt für jung und alt. Sie stand unter dem Motto „Wir sammeln Heilkräuter“. Neben einem Fußballturnier zu Gunsten des Weltnotwerkes gab es auch ein Damenfußballturnier, dessen Erlös den Behinderten in der Stadt Isselburg zugute kam. Mit Musik zogen die fußballbegeisterten Damen der KAB und die Kolpingfamilie auf den Platz, den über 300 Zuschauer säumten. Pfarrer Chris van den Idsert machte den Anstoß und neben dem Sieg der KAB-Mannschaft freuten sich alle Beteiligten über den Reinerlös in Höhe von 2351 Mark. Aktiv war die KAB auch beim Pfarrfest sowie bei der schon zweimal veranstalteten Isselburger „Kirmes selbstgemacht“ mit Bierständen und einem Armbrust-Schießstand. Die KAB ist auch Mitglied des Isselburger Kulturringes.

Gesellige Abende

Das Jahresprogramm weist auch neue Aktivitäten aus, wie einen geselligen Abend mit allerlei Spielen. Skat- und Doppelkopfabende finden ebenfalls gute Resonanz. Im vergangenen Jahr wurde erstmals die Stadtmeisterschaft im Skat von der Jubiläums-KAB veranstaltet. Sie wird aufgrund der guten Resonanz, die sie fand, in Zukunft fortgeführt. Zu erwähnen ist auch die Strickrunde, die von vielen Frauen besucht wird. Im Jahresprogramm finden sich auch immer familienpädagogische Wochenend-Seminare, die bei den Mitgliedern gute Resonanz finden.

Reichhaltig ist auch das Jahresprogramm der Alten- und Rentnergemeinschaft, mit den monatlichen Zusammenkünften der Senioren, den Vortragsveranstaltungen sowie der Feier zur Weihnachtszeit und der fröhlichen Karnevalsveranstaltung. Die Mitglieder der Gemeinschaft unternehmen aber auch Wallfahrten. Im Jubiläumsjahr steht ebenfalls eine Pilgerfahrt nach Haltern auf dem Programm.

In den Reihen der Alten- und Rentnergemeinschaft stehen zahlreiche Mitglieder, die viele Jahre der KAB angehören. Im Protokollbuch und den sonstigen Unterlagen finden sich Berichte über die Ehrung von Jubilaren während Versammlungen oder bei Jubiläen. All die Namen der treuen Mitglieder aufzuzählen, ist nicht möglich. An dieser Stelle sollen aber einige Mitglieder genannt werden, die über einen großen Zeitraum der KA13 die Treue hielten. An erster Stelle sei der inzwischen verstorbene Theo Zimmermann genannt. Er wurde 1979 für seine 75jährige Mitgliedschaft geehrt. Das geschah während einer Generalversammlung. Vorsitzender Werner Schwinning konnte den Geehrten ein besonderes Präsent der Verbandszentrale Köln überreichen.

Erwähnt werden soll auch der langjährige Vorsitzende der Isselburger KAB, Hermann Böink, der jetzt in Bocholt wohnt und im vergangenen Jahr 90 Jahre alt wurde. Er gehört noch der Katholischen Arbeiterbewegung an.

Auf die vielseitigen Aktivitäten der Jubiläumsgemeinschaft wurde verwiesen. Auch im Jubiläumsjahr erwartet die Mitglieder ein breit gestreutes Veranstaltungsprogramm. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Festveranstaltungen zum Jubiläum, die auf einer besonderen Seite dieser Festschrift angeführt sind. Viel Arbeit steckt auch in der Vorbereitung des umfangreichen Festprogrammes sowie in der Durchführung. Der Vorstand übertrug die Arbeiten einem Festausschuß, dem folgende Mitglieder angehörten: Werner Hebing, Herbert Heßling, Alex Lübers, Werner Schwinning, Alois Terhorst und Herbert Wolters.

Im Jahre des 100jährigen Bestehens gehören dem Vorstand der KAB Isselburg unter ihrem Präses Pfarrer Chris van den Idsert folgende Männer und Frauen an: 1. Vorsitzender, Werner Schwinning. 2. Vorsitzender, Werner Hebing. Kassierer: Werner Peters, Stellvertreterin, Anni Peters. Geschäftsführer, Alois Terhorst. Stellvertreter, Vinzenz Wißen. Dem erweiterten Vorstand gehören als Obleute der Alten- und Rentnergemeinschaft, Bernhard und Hedwig Zimmermann an sowie als Vertrauensleute der KAB, Martin Fingerhut, Herbert Heßling, Norbert Kobs, Gerda Lübers und Marlene Wolbring. Die Beisitzer: Willi Dunkerbeck, Alex Lübers, Heinz Purwin, Herbert und Hanni Wolters, Clemens Wolbring und als beratendes Mitglied, Wilhelm Sommers.

Präses Chris van den Idsert und Vorsitzender Werner Schwinning mit den Vorgängern im Vorsitzenden-Amt Martin Fingerhut, Willi Sommers und Werner Peters (v. 1.)

Die KAB St. Josef Isselburg zählt zu Beginn des Jahres ihres 100jährigen Bestehens 252 Mitglieder.

Es gab in den letzten Jahren eine stetige Aufwärtsentwicklung, besonders seit der übernahme des Vorsitzes durch den 1. Vorsitzenden Werner Schwinning. Er wurde tatkräftig durch die verbleibenden Vorstandsmitglieder sowie durch neue jüngere Mitarbeiter im Vorstand unterstützt. Dieser Vorstand warb seit jener Zeit ca. 180 neue Mitglieder und brachten durch neue Aktivitäten wieder Leben in den Verein, wie Sommerfest, Bildungsabende, Seminare usw., so daß sich viele Mitbürger veranlaßt sahen, dieser KAB Isselburg beizutreten. In punkto Mitgliederzahl im Vergleich zur Einwohnerzahl kann sich die JubiläumsKAB im Bezirk sehen lassen. Während des Bezirkstages 1984 wurde dies lobend herausgestellt und die Isselburger KAB bekam eine Urkunde für das zweitbeste Ergebnis einer Mitgliederwerbung überreicht. Bernhard Zimmermann und Werner Schwinning waren die besten Werber.

Weitere Männer und Frauen für ihre Arbeit zu begeistern, ist auch weiterhin das Ziel der Gemeinschaft.

Text: Heinz Neulinger

(Heinz Neulinger ist am 20.10.2002 gestorben.)